Backlinks kaufen & die Wirklichkeit
Geschrieben von cmseo veröffentlicht in Linkaufbau am 27-01-2011
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In aller Munde ist das Kaufen von Backlinks angekommen. Doch was steckt eigentlich dahinter bzw. kann man überhaupt Backlinks kaufen? Nein geht nicht! Rein rechtlich stellt ein Hyperlink einem Werbeplatz auf einer Webseite gleich und fällt somit unter das Immobiliarsachenrecht. Das bedeutet wiederum, dass es für den Kauf von Immobilien (im Volksmund meist Grundstücke und Gebäude) also Backlinks eine Art Register oder Verbriefung geben müsste.
WICHTIGER HINWEIS: Die Generierung von Backlinks mit einer Gegenleistung in Form von Geld, verstößt gegen die Google Webmasterrichtlinien! Hierunter fallen insbesondere auch Linkaufbau-Maßnehmen, die auf die Eintragung in Social Bookmarking Portale, Webkataloge oder sonstige Linklisten-Eintragsdienste, da nur gegen Geld die Links platziert bzw. Eingetragen werden. Ferner sind derartige Angebote auch keine wirklichen Kaufangebote, da nur die Betreiber, der jeweiligen SB-Dienste oder Webkataloge Links lassen oder löschen können. Daher gehe ich in diesem Artikel auch nicht auf derartige Linkaufbau Maßnahmen mehr ein.
Eine Verbriefung bzw. ein Backlinkregister in dem gekaufte Links eingetragen sind, gibt es nicht (wäre ja mal eine Marktlücke…). Backlinks kaufen ist daher eher unter Backlinks mieten zu subsummieren. Jedoch nicht als Dauerschuldverhältnis bei dem ein monatlicher Betrag fließt, sondern eine einmalige Zahlung mit einem warmen Versprechen des Verkäufers. Doch oftmals sind die Verkäufer gar keine Eigentümer der angebotenen Webseiten und haben daher auch keinen direkten Einfluss auf die in großer Euphorie verkauften Backlinks. Die wenigen seriösen Anbieter “verkaufen” Backlinks unter der Garantieerklärung, dass die Verlinkungen für mindestens 2 Jahre bestehen. Ein Vorgehen ist in diesem Sachzusammenhang nur aus der vorgenannten Garantieerklärung möglich. Nicht zu vergessen ein Linkregister gibt es nicht!
Und wo wir doch gerade festgestellt haben, dass es ein absoluter Irrglaube ist, man könne Links kaufen und in deren Besitz gelangen (Besitz ist die tatsächliche Sachherrschaft über eine Sache, was bei einer Verbriefung z.B. der Fall sein kann), stellt sich die Frage: Machen Backlinks kaufen Angebote mehr Sinn als Backlinks zu mieten?
Kurzfristig gedacht ist der Gedanke einen Backlink zu kaufen und ihn zu besitzen ein grandioser Gedanke für einen SEO. Doch wenn erst mal klar ist, dass das eigentlich gar nicht geht, kommt noch der wohl wichtigste nächste Aspekt ins Spiel. Welches Interesse soll denn ein Backlink Verkaufsanbieter haben, an den Seiten auf denen bereits Linkplätze verkauft wurden noch irgend einen Finger krumm zu machen, bzw. noch irgendwie zu schauen, ob die Linkgebende Seite gar noch im Index bei Google ist? Keines, wenn keine Garantieerklärung abgegeben wurde. In letzterem Fall schaut der Anbieter schon noch danach, dass die Backlink gebende Seite noch im Index ist. Doch auch dann ist mehr als fraglich ob hier noch parallel Links für die Domain aufgebaut werden. Und die Backlink verkaufende Domain so weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten wird, damit der gekaufte Backlink noch weiter Linkjuice vererbt.
Ganz anders sieht das bei einer professionellen Linkmiete aus. Hier hat der Kunde immer den Finger drauf. Schmiert eine Domain ab, dann Tschüss. Hier wird nur das auch gebraucht, was auch was bringt. Ferner kann man bei einer Kampagne, die nicht aus Kauf- sondern aus Mietbacklinks basiert auch effektiver beisteuern. Sieht man z.B. dass ein Keyword zwar top platziert ist, dieses für den Kunden jedoch keine Leads bringt, und damit der ROI ausbleibt, kann man bei Mietlinks einfach eine Kampagne anpassen.
Im Blog auf Seo Strategie wird eine direkte Gegenüberstellung von Kauf- & Mietlinks vorgenommen, die meiner Ansicht nach keineswegs zu einem plausiblen Ergebnis führt. In der Kalkulation geht er von einem Linkpreis von 50,- € netto pro Monat aus. Das ist gelinde ausgedrückt unglaublich exorbitant übertrieben. Aktuell liegen Preise für Linkmiete durchschnittlich zwischen 7 und 20,- € pro Link. Damit ist in der Kalkulation, selbst wenn man von dem Maximalpreis von 20,- € ausgeht, mehr als 100% zu viel budgetiert worden. Hält man also die tatsächlichen herrschenden Marktpreise gegen die vorgenannte Kalkulation, macht der (wie oben dargestellt eigentlich unmögliche) Kauf von Backlinks aus Sicht einer langfristigen SEO Optimierung wenig Sinn. Aktuell liegen die durchschnittlichen Kaufpreise für Backlinks zwischen 40,- € und 200,- € pro Link. Wobei hier der erste Wert die absolute Untergrenze darstellt, da hier in aller Regel die Links aus Webblogs und oder Newsportalen generiert werden, die dann in der internen Verlinkung immer weiter nach hinten verschwinden. Somit lassen diese Art Kauflinks auch nach geraumer Zeit an Wirkung nach. Ganz anders bzw. deutlich höher sind die Preise für mittlere bis höherwertige Kauflinks. Diese kosten dann schon weit aus mehr als 40,- € das Stück. Im bereits genannten Artikel von Seo Strategie wird ferner für einen Kauflink ein deutlich teurerer Kalkulationsansatz angenommen. Rein rechnerrisch ergibt der hier am teuersten anzusetzende Kauflink bei einer Laufzeit von 2 Jahren einen Gesamtbetrag in Höhe von 200,- €. Mietet man den gleichen Link für 8,- € kommt man nach 2 Jahren auf einen Gesamtbetrag in Höhe von 192,- € abzüglich einen Rabattes X, den ein Link Vermieter in aller Regel gibt, wenn gleich für 2 Jahre gebucht und bezahlt wird. Mithin ist klar, dass die Miete ein günstigeres Mittel darstellt, als der Kauf. Die absolute große Ausnahme sind Kauf-Backlinks, die in die absolute Unterklasse zu zählen sind. Hier macht es durchaus auch Sinn ein bisschen Geld bzw. eher Zeit zu investieren, um einen “Grundlinkaufbau” zu erstellen. Ich meine damit insbesondere Backlinks mit weniger Linkjuice wie aus WKs o.ä..
Links kaufen ist somit auch nicht gleich Links kaufen. Und insbesondere teurer und deutlich unflexibler, als Backlinks in einer kompletten Kampagne zu mieten.




Hallo,
vielen Dank für den interessanten Beitrag, finde besonders die Argumentation mit den Kauf-Backlinks gegenüber den Miet-Backlinks sehr interessant. Finde aber auch das man ja auch bedenken muss das man einen Link in der Regel weit länger als 2 Jahre haben möchte! Man will ja auch in die Zukunft schauen und nicht davon ausgehen das man in 2 Jahren nicht mehr Arbeitet oder so…
Hy Alex. Das mit den zwei Jahren ja es stimmt. Allerdings habe ich äußerst gute Erfahrungen gemacht, nach 2 Jahren einen Teil des Linkaufbaus auch etwas zu ändern. Sprich nicht alles über den Haufen werfen. Aber gut und gerne mal 5% der eingesetzten Links. Das gibt mächtig neuen Schub. Und auch das ist noch ein Grund mehr eher auf oben beschriebene Kauflinks zu verzichten. Als Basis gibt es ja ohnehin WKs, SBs, PMs usw. usw…
Hmm ok cmseo, da hast du dann allerdings Recht, muss ich mir merken! =)
Was ist mit dem Erstellen eines eigenen Netzwerks ?
Oder fällt das in einer anderen Kategorie?
Ich persönlich finde die Backlinks die man kaufen kann gut, wo man fix ein paar Euro für einen Artikel einem Blog Betreiber zahlt.
Oder eben Gast Werbeartikel, aber hier muss man sich immer eine Zeit lang mit dem Artikel verbringen