Google Ajax Search und Tracking
Geschrieben von cmseo veröffentlicht in Google SEO am 20-08-2009
0
Nachdem ich aus meinem Thailand Tripp zurück war, musste ich feststellen, dass alle Tracking Tools seit August die Google Besucher nicht mehr wirklich tracken können. Bislang ist mir -außer Google Analytics- auch kein anderes Tool bekannt, das mit der neuen Google Ajax Search Technologie umgehen kann. Grund daran ist das “#” Zeichen welches nach dem Slash kommt.
Konnten bislang noch alle Log Analyzer und Webstatistiken die Besucher, die über ein Google Keyword kamen auslesen bzw. das passende Keyword mit auslesen. Das ist jetzt nicht mehr möglich, da das # Zeichen in der Google Ajax Search dazu führt, dass die Webbrowser den Folgestring der Referer URL nicht mehr mit ausgeben. Was letztendlich übrig bleibt ist die URL google.com, die als Referer ausgelesen werden kann und damit übrig bleibt. So kann man nur noch sehen wie viele Besucher über Google kamen, nicht jedoch über welche Keywords.
Diese Entwicklung stellt aus meiner Sicht einen klaren Rückschritt seitens Google dar. Hier liegt der Gedanke nahe, dass man das eigene Webanalyse Tool Google Analytics durch eine Monopolstellung als einziges Tool etablieren will. Für SEOs und Webmaster, die nicht Ihre Daten auch an Google weitergeben wollen, gibt es aktuell keine Alternative. Somit denke ich, dass in Zukunft wieder deutlich breiter optimiert wird. Bislang habe auch ich die Logs ausgelesen und sehen können welche Unterseite guten Content bietet und gegebenenfalls besser optimiert werden könnte, damit Google die Seite besser listet und damit bessere SERPS ausgibt. Da dies nunmehr nicht mehr möglich ist, wird eben als Konsequenz alles deutlich stärker gepusht.
Für Anbieter, die sich auf reine Webanalysen spezialisiert haben wirft die Google Ajax Search Technologie einen dunklen Schatten in die Zukunft. Wer braucht denn noch ein kostenpflichtiges Tool, welches die Ergebnisse nicht korrekt auswerten kann.
Als einziger Ausweg aus der Misere könnte ausgerechnet Microsoft mit Ihrem IE dem Google Treiben kräftig in die Suppe spucken. Kommt es zu einem IE Update, der ebenfalls den Referer nach dem # Zeichen ausgibt, ging der Plan von Google nicht auf. Vielleicht zieht ja auch der Mozialla nach und dann wäre das Problem vom Tisch. User die Crome nutzen sind mir eh schnuppe.



